Roller oder Fahrrad für unser Kind?

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Diese Frage stellt sich, wenn das Gefährt nicht mehr nur Spielzeug sein darf, sondern auch zur Bewältigung „größerer“ Strecken dienen soll, oder das Dreirädchen einfach ausgedient hat.

Einiges ist bei beiden Gefährten – beim Roller wie beim Fahrrad – gleich: das Halten des Gleichgewichtes und die Technik des Kurvenfahrens.

Das Gleichgewicht:

Das Gleichgewicht wird hergestellt, indem man, wenn man zu kippen droht, das Vorderrad in genau diese Kipprichtung lenkt. Als Ergebniss richtet man sich wieder auf.

Das Kurvenfahren:

Das Kurvenfahren ist im Prinzip nichts anderes: Bei einer Rechtskurve kippt man (gewollt) ein wenig nach rechts, lenkt dann nach rechts, schiebt damit das Vorderrad in die Kipprichtung und richtet sich als Ergebniss nach der Kurve wieder auf.
So läst sich mit dem Wissen um das Halten des Gleichgewichtes auch eine Kurve fahren.

Bei einem Dreirad (und auch bei einem Fahrrad mit Stützräder) ist das anders – beide fahren nach rechts, wenn man nach rechts lenkt und um das Gleichgewicht muss sich niemand groß kümmern.
(Lesen sie hierzu auch den Artikel zu Stützrädern.)

Typabhängig:

Weil Roller- und Radfahren so ähnlich funktionieren, wird ein Roller­fahrer in der Regel wenig Probleme beim Umstieg auf das erste Fahrrad haben.
Bei der Entscheidung für Roller oder Fahrrad ist das Kind das Maß der Dinge. Ängstliche Naturen werden sich mit einem Roller leichter tun, da sich ihre Füße permanent näher am Boden befinden und der Hebel (Distanz zwischen Schwerpunkt und Lenker) größer ist, als der eines Radfahrers. Für weniger ängstliche Kinder ist das Fahrrad oft ein wichtiger und gewünschter Schritt ins „Erwachsenwerden“.

Fazit:

In den meisten Fällen ist es sinnvoll, mit einem Roller zu beginnen und später dann auf das erste Fahrrad zu steigen – problemlos.

Ihr Thomas Just