Ergonomie:

Können Sie sich vorstellen, Sie sollten am Rechner zügig arbeiten, aber Ihr PC-Monitor wäre dabei unter die Zimmerdecke geschraubt? Stellen Sie sich weiterhin vor, Sie müssten so über viele Stunden hantieren! Macht Ihnen so etwas Spaß?
Dieser Vergleich kommt mir in den Sinn, wenn ich mir den einen oder anderen Radfahrer ansehe – ergonomisch falsch und daher uneffektiv auf seinem Fahrrad sitzend!

Was ist Ergonomie?

Das Lexikon sagt: "Zentrales Ziel der Ergonomie ist die Schaffung geeigneter Ausführungsbedingungen für die Arbeit des Menschen und die Nutzung technischer Einrichtungen und Werkzeuge, wobei neben der menschgerechten Gestaltung vor allem die Verbesserung der Mensch-Maschine-Schnittstelle zwischen Benutzer und Objekt in einem Mensch-Maschine-System eine besondere Bedeutung besitzt."
Das bedeutet ganz einfach gesagt: "Passt das so für mich? Ist das gut für meinen Körper? Ist das effektiv?".

Ergonomie beim Radfahren.

Für einen Computerarbeitsplatz gelten bestimmte, wissenschaftlich erforschte Regeln. Diese Regeln sollen ein effizientes, ermüdungsarmes und körperschonendes Arbeiten ermöglichen. Wie die nebenstehende Abbildung zeigt, ist dazu das Einhalten bestimmter Masse und Winkel unabdingbar.

Für die Benutzung eines Fahrrades gelten diese Bedingungen genau so wie für die Arbeit am PC. Beim Radfahren sogar besonders, weil Sie es zu Ihrem Vergnügen machen und damit Ihrem Körper etwas Gutes tun wollen.

So mancher Radfahrer fährt aber selten und wenn, dann nur sehr kurze Strecken, weil ihn sein Fahrrad in eine "verspannte" Sitzposition zwingt. Das Fahrrad gibt ihm eine falsche Körperhaltung vor. Diese Körperhaltung erfordert von Ihm einen permanent hohen Leistungseinsatz. Wenn der Fahrer aber gemütlich Bummeln möchte, geht dies in dieser Körperhaltung aber sehr schlecht. Für diesen Fahrertyp ist eine ganz andere Sitzposition angebracht. Diese muss ohne große Körperspannung auskommen und ihren Ergonomie-Vorteil bei "Halbgas" ausspielen. Radrennfahrer dagegen, fahren immer mit vollem Leistungseinsatz und haben daher auch eine ganz andere Körperhaltung nötig. Um dieser persönlichen Sitzposition zu entsprechen, lassen sie sich ihr Fahrrad auf den Leib schneidern.

 

Arbeitsplatz-Ergonomie

Quelle: Wikipedia / Ergonomics, Integrated Safety Management, Berkeley Lab

Was alle Fahrertypen sich wünschen, ist das Gefühl "so passts". Um das so einfach dahergesagte "so passt's" zu erzeugen, ist vor allem zu beachten, dass der Körper mit seiner Biomechanik nur in einem bestimmten Zusammenspiel der Körperwinkel seine volle Leistung abgeben kann. Wenn dieses Zusammenspiel funktioniert, arbeiten immer mehrere Muskelgruppen so miteinander, dass der ganze Körper möglichst gleichmäßig belastet wird und so punktuelle Überlastungen und körperliche Verspannungen vermieden werden.

Es ist aber ganz egal, ob Sie eine Körperposition für "Vollgas" mit viel Spannung einnehmen oder eine für "Halbgas" mit wenig Spannung – nur wenn alle Körperwinkel zueinander passen, kann der Körper seine Leistung entfalten und Sie bekommen das Gefühl "jetzt passt's".

Das Rad dem Menschen anpassen.

Das Ziel einer ergonomischen Anpassung des Rades an seinen Fahrer ist es, die optimalen Körperwinkel beim Radfahren zu erreichen. Nur so ist es möglich, Ihre maximale Leistung mit einem möglichst geringen Kraftaufwand zu erreichen. Ermöglicht wird diese Anpassung, indem die Berührunspunkte des Menschen mit dem Rad an den individuellen Körperbau und sein Leistungsvermögen angepasst werden. Dazu wird nicht nur der Körper vermessen, sondern es werden auch individuelle Schwachstellen des Körpers berücksichtigt.

Ihnen die optimale Anpassung Ihres Rades zu ermöglichen bzw. die Informationen zu ermitteln, die notwendig sind, Ihnen ein Rad auf den Leib zu schneidern, hilft uns unser Velochecker.

Wenn dann das Fahrrad mit den Fahreigenschaften, Ihrer Sitzposition und Ihrem Leistungsvermögen zusammen passen, macht das Fahren noch mal so viel Spaß.

Versprochen!

 

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